Hochtouren

Die Schweizer Alpen sind das Herzstück des europäischen Alpinismus. Hochtouren führen dich in eine Welt aus Firn, Eis und Fels – weit weg vom Alltag und nah an den Grenzen des Möglichen. Diese Touren richten sich an erfahrene Bergsteiger mit solider Gletschererfahrung, sicherem Umgang mit Seil und Eispickel sowie der Fähigkeit, Wetter und Risiken selbstständig einzuschätzen. Wer gut vorbereitet aufbricht, erlebt die Alpen in ihrer ursprünglichsten und imposantesten Form.

Biancograt – Piz Bernina (4049 m)

Schwierigkeit: ZS+ / Hochtour

Der Biancograt zählt zu den legendärsten Hochtouren der Alpen. Der hauchdünne Firngrat führt in elegantem Bogen auf den höchsten Gipfel der Ostalpen. Ausgesetzte Firnpassagen, blankes Eis und ein langer Zustieg über den Morteratschgletscher verlangen absolutes Können auf Schnee und Fels. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und Erfahrung im Führen und Sichern am Grat sind zwingend erforderlich. Ein Jahrhundertklassiker – für jene, die ihn gemeistert haben, unvergesslich.

Lauteraarhorn (4042 m) – Berner Alpen

Schwierigkeit: ZS / Hochtour

Hoch über dem Genfersee thront der Gipfel der Rochers de Naye auf 2042 m ü. M. Der Aufstieg ab Caux führt durch blumenreiche Alpwiesen und bietet einen einzigartigen Panoramablick auf den See und die Waadtländer Alpen. Ein lohnender Ausflug mit alpinem Charakter ohne grosse technische Anforderungen.

Nordwand Grandes Jorasses – Mont-Blanc (4208 m)

Schwierigkeit: ED / Extreme Hochtour

Die Walker-Sporn-Route durch die Nordwand der Grandes Jorasses gilt als eine der grossen Nordwände der Alpen – zusammen mit Eiger und Matterhorn bildet sie die berühmte «Trilogie». Senkrechte Felsabschnitte, vereiste Rinnen und extreme Wetterexposition verlangen höchste alpinistische Kompetenz. Diese Tour ist ausschliesslich für absolut erfahrene Seilschaften mit nachgewiesener Hochtourenpraxis geeignet und sollte niemals ohne professionelle Vorbereitung angegangen werden.